Nachzucht
Leopardgecko

Eiablage und Inkubation

Zur Zucht sollten nur Weibchen ab 18 Monate bzw. Weibchen, die mind. 40 g wiegen genommen werden. Ein zu frühes Verpaaren kann zum Wachstumsstop der Tiere führen, was unter Umständen dazuführt, das die doch recht großen Eier von den kleinen Weibchen nicht gelegt werden können. Wenn die Eier nicht durch eine Operation entfernt werden, stirbt das Weibchen.

Die Leopardgeckoweibchen legen ca. alle 4 Wochen zwei hartschalige, ovale Eier in feuchten Bodengrund. Deshalb sollte im Terrarium auch eine Eiablagehöhle oder Eiablagebox vorhanden sein. Diese kann man leicht aus einer Plastikdose herstellen, in deren Deckel man eine Öffnung schneidet (siehe  unter Bauanleitungen). Diese Eiablagedose wird dann mit leicht feuchtem Sand/Kokoshumus-Gemisch bis zur Hälfte gefüllt.

Während der Schwangerschaft benötigen die Weibchen mehr Futter oder es können auch ab und zu Pinkys (Babymäuse) verfüttert werden.

Daß das Weibchen bald Eier legt, erkennt man durch häufiges und energisches Graben des Tieres.

Spätestens ein bis zwei Tage später sind dann die Eier gelegt. Die gelegten Eier gräbt man vorsichtig aus und überführt sie ohne diese zu drehen in eine Futtertierdose. Die Futtertierdose wird zuvor mit Vermicult zur Hälfte gefüllt und das Vermicult leicht angefeuchtet - aber nicht zu nass. Ich drücke kleine Kuhlen in das Vermicult, in denen ich dann die Eier reinlege.

Diese Dose wird dann mit Deckel in den Inkubator gestellt und mit einer Luftfeuchte von 80-90% inkubiert. Das Geschlecht der Nachzucht wird durch die Inkubationstemperatur gesteuert.

26-28°C kommen fast nur weibliche Tiere

29-30°C kommen ca. 50:50 weibliche und männliche Tiere

31-32°C kommen fast nur männliche Tiere

ab 33°C  kommen wieder nur weibliche Tiere, sogenannte heiße Weibchen, welche oft agressiv gegenüber ihren Artgenossen sein können

Während der Inkubation werden die Leopardgeckoeier etwas größer.

Bei einer konstanten Inkubationstemperatur schlüpfen die Nachzuchten nach ca. 60-90 Tagen. Je höher die Inkubationstemperatur ist, desto kürzer ist die Dauer der Inkubation.

So schlüpften bei mir mit einer Themperatur von 26°C die ersten Jungtiere nach 74 Tagen.



Aufzucht

Der Deckel, welcher auf der Futtertierdose ist, erleichtert das Umsetzen der Jungtiere in z.B. eine mit Küchenpapier ausgelegte Faunabox. Im neuen Heim der Nachzucht befinden sich natürlich eine flache Wasserschale und Versteckmöglichkeiten, wie Höhlen.

Da die Jungtiere sich gleich nach dem Schlupf häuten und auch noch von ihrem Dottersack genug Nahrung haben, werden sie erst nach 2-3 Tagen mit Micro-Futtertiere gefüttert. Viele Leopardgeckobabys fressen erst nach ca 7 Tagen. Die Themperatur sollte in dem Jungtierdomizil anfangs nicht zu warm sein, ca. 26-28° C.




Nach ca. 2 Monaten können die Kleinen in ein etwas größeres Terrarium, mit den gleichen Bedingungen wie die Eltern, umgesetzt werden. Die Nachzucht wird bis zum 6. Monat täglich gefüttert, und anschließend langsam auf den „normalen“ Fütterungs-Rhythmus umgestellt. Die Jungtiere sollten nicht vor dem 3. Lebensmonat abgegeben werden.

 


© by Alexandra Müller-Ihrig

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